Der Süden von Mallorca: Highlights und Tipps

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Migjorn – so heißt die südliche Inselregion, übersetzt steht das für Süden und den Südwind. Sanft wie der Südwind Mallorcas gestaltet sich auch der Süden der Insel. Hier fehlt es an spektakulären Sehenswürdigkeiten genauso wie an großen Städten und Ferienzentren. Dabei steht der Süden keineswegs im Schatten der anderen Inselgebiete, im Gegenteil:

Die leisen Töne sind es, die Mallorcas Süden so überaus charmant erscheinen lassen. Landschaftlich findet man hier vor allem an den Küsten einmalige Idylle. Und jeder, der sich darauf einlässt, wird von der Gegend eingenommen werden.

Orte im Süden

Bucht von Cala Figuera

  • Campos
  • Llucmajor
  • Ses Salines
  • Colonia de Sant Jordi (Südküste)
  • Sa Rapita (Südküste)
  • Felanitx (Südosten)
  • Santanyi und Cala Santanyi (Südosten)
  • Cala d’Or (Südosten)

Cala Figuera (Südosten)

Boot in Cala Figuera

Cala Figuera heißen eine malerische Bucht und das gleichnamige Dorf mit etwa 700 Einwohnern an Mallorcas Südostküste. Cala Figuera gilt als das schönste Fischerdorf der Insel. Die zweigeteilte Bucht ähnelt mit ihrer Steilküste einem Fjord und reicht tief ins Land hinein. Sie war ehemals der Hafen von Santanyi. Der Naturhafen wird heute noch als Fischerhafen genutzt. Das Hafenbecken wird gesäumt von Fischerbooten und Bootsgaragen. Die Fischerhäuser wurden direkt auf die Felsen gebaut.

Cala Figuera hat sich seinen ursprünglichen Charme erhalten können. Autos dürfen im Hafen nicht fahren, große Massenhotelanlagen fehlen. Touristen besuchen die Bucht gern, aber nicht übermäßig, denn einen eigenen Sandstrand gibt es nicht. Badestrände erreicht man in der Nähe zum Beispiel in Cala Santanyi, Cala Mondrago oder Cala Llombards. Einige Restaurants laden in Cala Figuera zum Verweilen ein, empfehlenswert ist besonders fangfrischer Fisch.

Felanitx und Campos

Dass der Süden sehr von der Landwirtschaft geprägt ist, merkt man auch an den Städten Felanitx und Campos. Beide wirken eher ruhig und haben außer den Pfarrkirchen Sant Miquel und Sant Joan kaum Sehenswürdigkeiten, dafür sind diese Kirchen aber umso schöner. Rund um Campos dominieren vor allem Viehzucht, Kapernanbau und Käseherstellung, um Felanitx findet man Mandel-, Aprikosenbäume und Getreidefelder. In die Städte im Hinterland verirren sich weit weniger Touristen als in den Küstenregionen. Daher kann man in Felanitx oder Campos auch am Markttag mal das Glück haben, hauptsächlich unter Einheimischen an den Ständen entlang zu bummeln.

Ferienhäuser im Süden

Ferienhäuser bei Cala Figuera

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Strände im Süden

Wassersport auf Mallorca

  • Strand Cala Pi
  • Strand Platja es Trenc
  • Strand Raco de S’Arena
  • Strand Ses Covetes
  • Strand Platja de Sa Rapita
  • Strand Platja des Port
  • Strand Can Curt
  • Strand Platja de es Carbó
  • Strand Cala en Tugores
  • Strand Es Caragol

Während sich die meisten bezaubernden Buchten zwar an der Ostküste befinden, hat der Süden dennoch einige Kleinode und unbedingt besuchenswerte Strände zu bieten. Gerade Badegäste, die naturbelassene Strände bevorzugen, werden an der abwechslungsreichen Südküste fündig. Bemerkenswert ist auf jeden Fall Mallorcas längster Naturstrand Es Trenc. Von Dünen gesäumt steht er mitsamt seinem Hinterland unter Naturschutz. Der feinsandige, karibisch anmutende Strand ist allerdings lange kein Geheimtipp mehr und, weil er in vielen Reiseführern als Paradies angepriesen wird, mittlerweile Anlaufziel vieler Besucher.

Kleiner und beschaulicher geht es an den felsgesäumten Buchten Cala Pi und Cala Llombards zu. Türkises Wasser, flach abfallender Strand und hohe, mit Pinien und Kiefern bewachsene Felsklippen bilden eine Traumkulisse, die man erlebt haben muss.

Es Trenc

Es Trenc

Es Trenc ist ein Naturstrand im Süden Mallorcas und erstreckt sich zwischen den Orten Colonia Sant Jordi und Ses Covetes. Er hat feinen, hellen Sand und ist von Dünen gesäumt. Auf einer Länge von 5 km bietet der Strand Badevergnügen pur. Im Hinterland schließt sich ein Naturschutzgebiet an, Bebauung fehlt völlig. Damit zählt der Strand zu den schönsten und beliebtesten der Insel. Durch den flachen Einstieg und den leichten Wellengang ist Es Trenc besonders familienfreundlich – aber auch Wassersportler kommen auf ihre Kosten. Für die Sicherheit sorgt ein Rettungsschwimmer. Ein separater FKK-Abschnitt ist vorhanden.

Sehenswürdigkeiten

Wen es in die Natur zieht, der kann neben den Küsten auch das weitläufige Hinterland des Südens erkunden.

Migjorn kann als südliche Verlängerung der großen Ebene Es Plà betrachtet werden und fällt daher relativ flachlandig aus, perfekt für Radfahrer.

Puig de Sant Salvador

Blick vom Santuari de Sant Salvador

Weil die Ausläufer der östlichen Serra de Llevant jedoch auch den Süden streifen, kann man in der Nähe von Felanitx den ca. 500 m hohen Puig de Sant Salvador „besteigen“. Durch seine zentrale Lage bietet er bei gutem Wetter beste Rundumsicht über die gesamte Insel. Auf dem Berg befindet sich außerdem das Kloster Santuari de Sant Salvador mit Klosterkirche, ein wichtiger Wallfahrtsort. Im Kloster befindet sich heute ein Restaurant. Generell gilt: Wer die wundervolle Aussicht ein wenig für sich genießen möchte, sollte früh aufstehen. Tagsüber sind viele Ausflugsbusse vor Ort und es herrscht ein entsprechender Andrang.

Cap de Ses Salines

Leuchtturm am Cap de Ses Salines

Südlichster Punkt der Insel ist das Cap de Ses Salines beim Ort Ses Salines. Touristisch wird hier nichts geboten, von der weiten Sicht über das Meer und der einsamen Natur abgesehen. Das Bewusstsein, sich am äußersten Rand der Insel zu befinden, macht den Eindruck ein wenig spektakulärer. Naturliebhaber und Individualurlauber werden das Ambiente hier mögen, die karge Landschaft lädt zu Küstenwanderungen ein.

Salines de Llevant

Salinen Mallorca

Im Süden Mallorcas, zwischen Campos und Colonia Sant Jordi, findet man Mallorcas einzige noch produktive Saline, die Salines de Llevant, auch Salines d’Es Trenc genannt. Steht man davor, wirkt die kleine Fabrik relativ unscheinbar. Die schneeweißen Salzberge lassen aber auf den ersten Blick erkennen, dass hier Salz gewonnen wird. Erst auf dem Satellitenbild wird das ganze Ausmaß der Anlage deutlich: Die Salzbecken erstrecken sich auf tausenden Quadratmetern rund um die Saline. In ihnen wird das Meerwasser während der einzelnen Verarbeitungsprozesse verdunstet. Das gewonnene Salz ist ein absolutes Naturprodukt, nicht angereichert.

Zur Haupterntezeit im September wird das frische Salz zu riesigen Salzbergen angehäuft, die man schon von Weitem erkennen kann. Das beliebte, aufwändig von Hand abgeschöpfte Flor de Sal ist dabei übrigens nur ein Salzprodukt, das hier gewonnen wird, die großen Mengen sind Tafelsalz. Im einladenden und schön hergerichteten kleinen Geschäft werden das begehrte Salz und andere Köstlichkeiten verkauft. Im Café kann man in schönem Ambiente relaxen und die Delikatessen vor Ort probieren. Führungen durch die Anlagen der Saline werden angeboten und dauern etwa 1,5 Stunden. Die Salinen befinden sich in einem Naturschutzgebiet, in dem sich wegen des reichhaltigen Nahrungsangebots viele Vogelarten wohlfühlen – selbst Flamingos werden manchmal gesichtet.

Die „Ziegeninsel“ Cabrera

Cap de ses Salines und Cabrera-Archipel

Der Blick vom Cap trifft bei guter Sicht das vorgelagerte Inselarchipel Cabrera, das aus 18 Inseln besteht. Cabrera ist heute ein Nationalpark und verfügt über eine wilde, unberührte Landschaft. Die Inseln stehen unter strengem Schutz, weil sie viele Vogel- und Tierarten beheimaten. Nach Cabrera gelangt man mit den Golondrinas, kleinen Ausflugsbooten, die in Colonia de Sant Jordi & Porto Pedro starten. Neben einem Museum und einem Leuchtturm findet man auf Cabrera die Cova Blava, die blaue Grotte. Sie ist nur vom Wasser aus zu erreichen und besonders für Taucher und Höhlenliebhaber ein Highlight, denn sie schimmert durch Bodenreflektionen in klarem Blau. In den Tauchgründen um die Insel kann man manchmal und mit etwas Glück Meeresschildkröten, Delfine und sogar Wale beobachten.

Europas größter Botanischer Garten

Botanicactus

Nicht nur Pflanzenfreunde wird der 50.000 Quadratmeter große botanische Garten „Botanicactus“ nahe Campos mit seiner vielfältigen tropischen Vegetation begeistern. Entgegen seinem Namen verspricht dieser Park nicht nur Kakteen, auch wenn diese einen großen Teil des Gartens einnehmen und zur Blütezeit mit ihrer Pracht faszinieren. Ein separater großer Abschnitt wurde für auf Mallorca heimische Flora reserviert, so findet man hier Oliven- und Mandelbäume, Allepo-Kiefern und mehr. Der große Garten mit seinem 10.000 m² großen künstlichen See lädt zum schier endlosen Spazieren und Staunen über die Wunderwelt der Pflanzen ein.

Fazit

Der Süden Mallorcas kommt ohne große Sehenswürdigkeiten aus. Wer hier Urlaub macht oder für einen Ausflug in die Region kommt, kann sich ruhig mehrere Ziele für einen Tag stecken. Mallorca Süd ist ein guter Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge über die ganze Insel und bietet mit seiner eher ruhigen Natur und den schönen Küstenabschnitten viele Orte, die das Herz eines Mallorca-Fans höher schlagen lassen.

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